Polizist soll bei Verkehrskontrollen 246.000 Euro unterschlagen haben

Staatsanwaltschaft Mosbach erhebt Anklage gegen 60-jährigen Beamten aus Heilbronn. Er soll Bargeld aus 153 Verkehrskontrollen unterschlagen und teilweise Festnahmen gedroht haben.

Polizist soll bei Verkehrskontrollen 246.000 Euro unterschlagen haben

Anklage gegen Heilbronner Polizist wegen Unterschlagung

Die Staatsanwaltschaft Mosbach hat Anklage gegen einen 60-jährigen Beamten des Heilbronner Polizeipräsidiums erhoben. Wie swr.de berichtet, soll der Mann ab Ende Oktober 2021 bei der Verkehrswacht Tauberbischofsheim in 153 Fällen Bargeld aus Verkehrskontrollen eingezogen und für private Zwecke verwendet haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Polizist in mindestens einem Fall einem Verkehrsteilnehmer Festnahme angedroht haben, um eine Sicherheitsleistung zu erzwingen. Solche Zahlungen sind rechtmäßig, wenn Verkehrsteilnehmer keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben – sie dienen der Sicherung möglicher Bußgeldzahlungen. Der Gesamtschaden für den Staat wird auf 246.415 Euro beziffert.

Die Ermittler wurden auf die Unterschlagungen aufmerksam, als Unstimmigkeiten bei einem von dem Beamten bearbeiteten Fall ans Licht kamen. Die Vorwürfe lauten auf Untreue, Nötigung und Urkundenfälschung. Das Landgericht Mosbach muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden. Das Polizeipräsidium Heilbronn hat parallel ein Disziplinarverfahren eingeleitet; der Mann befindet sich derzeit nicht im Dienst.

Source: Google News DE — Crime (de)

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