Razzien gegen Neonazi-Musik-Netzwerk in Deutschland und Europa
Die deutsche Polizei durchsuchte am Mittwoch Wohnungen in Deutschland, Tschechien, Estland, Italien und Polen wegen des Verdachts auf die Verbreitung neonazistischer Musik. Vier Hauptverdächtige werden der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung der extremen Rechten beschuldigt.

Razzien gegen Neonazi-Musik-Netzwerk in Deutschland und Europa
Die deutsche Polizei hat am Mittwoch in Deutschland sowie in mehreren anderen europäischen Ländern Wohnungsdurchsuchungen im Zusammenhang mit der Verbreitung neonazistischer Musik durchgeführt. Wie die Ermittler mitteilten, fanden die Aktionen in Deutschland, Tschechien, Estland, Italien und Polen statt.
In verschiedenen Regionen Deutschlands durchsuchten Beamte die Räume von vier Hauptverdächtigen. Diese Personen werden der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung der extremen Rechten beschuldigt. Nach gemeinsamen Angaben der Staatsanwaltschaft Rostock und des Landeskriminalamts Mecklenburg-Vorpommern sollen die vier mindestens seit dem Jahr 2020 zusammengearbeitet haben. Ihr Ziel war demnach die Verbreitung einer nationalsozialistischen, antisemitischen, rassistischen und menschenverachtenden Ideologie. Dazu hätten sie gemeinsam Tonaufnahmen mit hasserfüllter Musik hergestellt und verkauft.
Bei acht weiteren Personen fanden Razzien wegen des Verdachts auf Hassredelikte im Zusammenhang mit den besagten Aufnahmen statt. Außerdem wurden noch zehn weitere mit den Verdächtigen in Verbindung stehende Wohnungen durchsucht. Außerhalb Deutschlands durchsuchten Ermittler laut Mitteilung Presswerke für Vinylplatten und Compact Discs. Insgesamt waren allein beim Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern mehr als 390 Polizisten an der Operation beteiligt.
Quelle: pmo.ee
Source: TVNET