Sabotageverdacht am RWE-Kraftwerk Weisweiler: Polizei sichert Drähte
Polizei durchsucht Gelände des Braunkohlekraftwerks Weisweiler – Tatverdächtiger aus Gevelsberg weiterhin flüchtig.
Polizei durchsucht Kraftwerksgelände in Weisweiler wegen Sabotageverdachts
Am Freitag führte die Polizei einen Großeinsatz rund um das Braunkohlekraftwerk Weisweiler im Kreis Aachen durch. Wie Google News LU DE unter Berufung auf WDR berichtet, suchten die Beamten das Gelände sowie die umliegende Umgebung nach verdächtigen Gegenständen ab, nachdem ein konkreter Sabotageverdacht vorlag.
Mehrere Mannschaftswagen sowie eine Drohne waren im Einsatz. Eine WDR-Reporterin bestätigte die Präsenz der Einsatzkräfte vor Ort. Die Kriminaltechnische Untersuchungseinheit konzentrierte sich auf mehrere Stellen auf einem Feld und in einem Gebüsch in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks sowie an einem Umspannwerk des Energiekonzerns RWE.
Dabei stellten die Beamten zahlreiche dünne Drähte sicher. Ob diese in einem Zusammenhang mit den Sabotageversuchen stehen, blieb zunächst unklar. Die Ermittlungen dauern an.
Die Polizei Köln bestätigte auf WDR-Anfrage das Vorliegen eines Bekennerschreibens. Dieses soll von einem Mann aus Gevelsberg stammen, nach dem derzeit gefahndet wird. Bei Niederzier im Kreis Düren erfolgte ein SEK-Zugriff auf einen Laster — der gesuchte Tatverdächtige wurde dabei jedoch nicht angetroffen. Im Anschluss durchsuchte die Polizei die nähere Umgebung am Tagebau Hambach mit Spürhunden. Am Freitagabend sicherte das Landeskriminalamt weitere Spuren.
Bereits am Donnerstagabend waren Ermittler am Umspannwerk in Dormagen-Gohr im Rhein-Kreis-Neuss fündig geworden. Dort hatte ein Spaziergänger einen verdächtigen Gegenstand entdeckt und die Polizei alarmiert. Laut Informationen der tageszeitung wurde Dormagen in einem Bekennerschreiben zu Vorfällen in Brandenburg als mögliches Ziel genannt — ebenso wie das Kraftwerk Weisweiler.
Source: Google News LU DE