Cyberangriff auf französische Blutbanken: Kühlsysteme manipuliert, kein Schaden

Angreifer erhöhten die Temperaturen in drei Blutplasma-Kühleinrichtungen in Frankreich. Die Blutbank-Verwaltung EFS meldet: keine Folgen für die medizinische Versorgung.

Cyberangriff auf französische Blutbanken: Kühlsysteme manipuliert, kein Schaden

Kühlsysteme von Blutbanken in Frankreich angegriffen

Ein Cyberangriff auf drei französische Blutlager ist nach Angaben des Tages-Anzeigers rechtzeitig abgewehrt worden. Die französische Blutbank-Verwaltung EFS teilte am Dienstagabend mit, dass Unbekannte am Montag in den Kühleinrichtungen für Blutplasma die Temperaturen gezielt und stark angehoben hätten.

Die gelagerten Produkte umfassten Plasma-Beutel für Transfusionen sowie Plasma zur Herstellung von Medikamenten. Laut EFS habe der Angriff jedoch keine Auswirkungen auf die gesundheitliche Versorgung gehabt — «keine Blutprodukte gingen verloren».

Die französische Cybersicherheitsbehörde und das Gesundheitsministerium leiteten Ermittlungen ein.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Angriffe ein: In mehreren europäischen Ländern meldeten Supermärkte in dieser Woche, dass Gefriertruhen und Kühlschränke über ihre Fernsteuerung manipuliert worden seien. Tonnenweise Lebensmittel verdarben, der Gesamtschaden soll mehrere Millionen Euro betragen.

Auch sechs Coop-Supermärkte in der Schweiz blieben nicht verschont. Eine Sprecherin bestätigte gegenüber «20 Minuten» entsprechende Angriffsversuche. Coop verfüge über «umfassende Sicherheitsmassnahmen, die regelmässig überprüft und weiterentwickelt» würden. Weitere Details nannte das Unternehmen aus Sicherheitsgründen nicht.

Source: Tages-Anzeiger

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