Chris Brown in London verurteilt: acht Monate Bewährung nach Nachtclub-Schlag
Das Londoner Gericht verurteilte Chris Brown wegen Körperverletzung in einem exklusiven Nachtclub zu acht Monaten Bewährungsstrafe. Der US-Sänger hatte das Geständnis bereits im Sommer abgelegt.

Brown zu Bewährungsstrafe verurteilt
Laut DER SPIEGEL (Justiz & Kriminalität) hat ein britisches Gericht Chris Brown nach einer Auseinandersetzung im Londoner Nachtclub »Tape« zu einer achttmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Sein Gesangscoach Omololu Akinlolu erhielt eine viermonatige Bewährungsstrafe. Der US-Sänger und Ex-Freund von Rihanna muss daher nicht ins Gefängnis.
Die Schlägerei ereignete sich 2023 im exklusiven Club. Brown soll den Musikproduzenten Abraham »Abe« Diaw mit einer Glasflasche geschlagen haben – Videoaufnahmen zeigten zwei Schläge auf den Kopf des Opfers. Dieser Angriff hatte nicht länger als 20 Sekunden gedauert, wie die Verteidigerin Sallie Bennett-Jenkins ausführte. Diaw erlitt dabei Verletzungen, die jedoch als moderat eingestuft wurden.
Brown bekannte sich im Sommer der »affray« – der Androhung oder Anwendung von rechtswidriger Gewalt – schuldig. Die Anklagepunkte wegen Körperverletzung und des Waffenbesitzes sowie die versuchte schwere Körperverletzung wurden fallen gelassen.
Richter Tony Baumgartner betonte, dass der wiederholte Einsatz der Glasflasche auf den Kopf »eindeutig gefährlich« war und ein Risiko für schwerere Verletzungen barg. Er erkannte jedoch an, dass sich Brown schuldig bekannt, eine stabile berufliche Situation aufweise und sich ehrenamtlich engagiere. Auch habe Brown in den vergangenen Jahren keine neuen Straftaten begangen.
Browns Vergangenheit spielte eine Rolle: 2009 war er wegen eines Angriffs auf Rihanna verurteilt worden, 2012 war er an einer Schlägerei in einem New Yorker Nachtclub beteiligt. Im Zuge des Londoner Falls saß Brown kurzzeitig in Untersuchungshaft, kam aber gegen Zahlung von fünf Millionen Pfund frei.