Cyberangriff auf PK Softech: Pensionskasse Stadt Zürich stoppt Systemwechsel
Nach einem Cyberangriff im September wurden Daten von PKZH-Versicherten gestohlen. Der Stiftungsrat sistiert den geplanten Wechsel zu einem neuen Verwaltungssystem.

PKZH friert Einführung neues Verwaltungssystem nach Datenleck ein
Die Pensionskasse Stadt Zürich (PKZH) hat den geplanten Wechsel zu einem neuen Verwaltungssystem vorerst gestoppt. Wie der Tages-Anzeiger berichtet, teilte die Pensionskasse am Dienstag mit, dass der Stiftungsrat erst nach einer umfassenden Aufarbeitung des Cyberangriffs vom September neu entscheiden wird.
Ursprünglich wollte die PKZH Anfang 2027 auf ein System des Softwareanbieters PK Softech umsteigen. Im Rahmen der Vorbereitungen wurden dafür bereits Daten der Versicherten an PK Softech übermittelt – genau jene Daten, die Cyberkriminelle bei ihrem Angriff entwendeten. Das bestehende Verwaltungssystem wird nun weiterhin betrieben; Renten und Leistungen werden laut PKZH wie gewohnt ausgezahlt.
Welche Daten genau gestohlen wurden und wie viele Personen betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Im schlimmsten Fall umfasst das Datenleck persönliche Kontaktdaten, AHV-Nummern, Zivilstand, Angaben zu Partnern, IBAN sowie Vorsorgedaten wie versicherten Verdienst und Guthaben. Vorsorgegelder und Renten seien laut Pensionskasse nicht gefährdet.
Neben der PKZH waren auch die Bernische Pensionskasse, die Bernischen Lehrversicherungskassen sowie die Pensionskassen von Post und Migros vom Angriff auf PK Softech betroffen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt. Zusätzlich hat der oberste Schweizer Datenschützer eine eigene Untersuchung eröffnet.
Source: Tages-Anzeiger