Halloween-Randale in Zürich Kreis 4: Sachschäden in Zehntausenden, Polizei mit Wasserwerfer
In der Nacht auf Sonntag kam es im Zürcher Kreis 4 zu schweren Ausschreitungen. Barrikaden brannten, Scheiben splitterten – die Polizei setzte Wasserwerfer und Gummischrot ein.

Krawall statt Halloween: Linksextreme Demo verwüstet Zürcher Kreis 4
In der Nacht auf Sonntag ist eine Halloween-Demonstration im Zürcher Kreis 4 in schwere Ausschreitungen ausgeartet, wie 20 Minuten berichtet. Vermummte Teilnehmer aus dem linksextremen Milieu zerstörten Schaufensterscheiben, besprühten Fassaden und zündeten Barrikaden aus Müllwagen, E-Trottinetts und E-Bikes an. Kurz nach Mitternacht belaufen sich die Sachschäden laut dem Bericht auf Zehntausende von Franken.
Die Polizei rückte mit Wasserwerfern und Gummischrot an. Tränengas verteilte sich dabei auch in umliegende Lokale, wo Partygäste zeitweise nicht mehr aufhören konnten zu weinen.
Zu den Betroffenen gehört Ross Taylor, Co-Owner der Flux Bar im Kreis 4, der an diesem Abend eine grosse Jubiläumsparty veranstaltete. «Kurz nach halb 1 sah ich, wie einige Vermummte unsere Müllwagen klauten und auf der Strasse in Brand setzen wollten», sagt Taylor gegenüber 20 Minuten. Mehrere Wagen hätten da bereits gebrannt.
Taylor rannte sofort auf die Strasse und konnte vier der Fahrzeuge zurückholen. Ein Randalierer habe ihm dabei gesagt, die Stadt werde den Schaden ohnehin ersetzen. «Doch so lange können wir nicht warten – wir brauchen sie für den Betrieb», so Taylor.
Wenig später traf der Wasserwerfer ein. Das mit Tränengas versetzte Wasser trieb Taylor und seine Gäste zurück ins Lokal. «Kurz darauf konnten wir kaum mehr sehen», schildert er. Es habe ein riesiges Gedränge gegeben; Gäste zogen sich bis ins Treppenhaus zurück. Das Vorgehen der Polizei bezeichnet Taylor als «ziemlich gefährlich».
Gleichzeitig übt er scharfe Kritik an den Demonstrierenden: «Diese Zerstörungswut ist völlig unangebracht. Sie machen Sachen kaputt, die der Allgemeinheit gehören, und filmen sich dabei – einfach als Ego-Boost.»
Die Krawallmacher lieferten sich laut dem Bericht die ganze Nacht über ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei und errichteten im Quartier immer wieder neue Barrikaden.
Source: 20 Minuten