Bekennerschreiben zu Stromausfällen: Mann aus Gevelsberg per Fahndung gesucht

Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen bekennt sich in handschriftlichen Schreiben zu Anschlägen auf die Stromversorgung. Die Polizei hält die Schreiben für authentisch und fahndet nach dem Verdächtigen.

Mann aus NRW bekennt sich zu Anschlägen auf Stromnetz

Ein Mann aus Gevelsberg in Nordrhein-Westfalen hat sich in zwei handschriftlichen Schreiben zu einer Reihe von Anschlägen auf die Stromversorgung bekannt. Wie Tagesschau unter Berufung auf das ARD-Hauptstadtstudio berichtet, stufen die Ermittler die Bekennerschreiben als authentisch ein. Die Polizei fahndet derzeit nach dem mutmaßlichen Verfasser.

Im ersten Schreiben erklärt der Autor, er habe „Kurzschlüsse im Stromnetz rund um die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe verursacht". Als Motiv nennt er die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen, die er als Verbrechen bezeichnet, das „unsägliches Leid" verursache. Er wirft Medien und Staat Untätigkeit vor und erklärt, er müsse deshalb selbst handeln. Zudem bezieht er sich auf den Nahostkonflikt und behauptet, Deutschland unterstütze einen Völkermord in Palästina.

Der Verfasser betont, alle Taten allein geplant und durchgeführt zu haben, ohne jemanden einzuweihen. Dem ersten Schreiben liegt ein weiteres Blatt bei, das technische Details zur Ausführung der Anschläge enthält. Dieses mutmaßliche Täterwissen war laut ARD-Hauptstadtstudio ausschlaggebend dafür, dass die Ermittler die Schreiben für echt halten.

In einem zweiten Bekennerschreiben gibt der Mann an, für Angriffe auf die Stromversorgung bei Gohr, Bergheim-Rheidt, Dormagen und Weisweiler verantwortlich zu sein — allesamt Orte in Nordrhein-Westfalen. Dieses Schreiben habe er eigenen Angaben zufolge auch an mehrere Medien verschickt; die Berliner Zeitung taz hatte bereits zuvor darüber berichtet.

Beide Schreiben sind mit vollem Namen unterzeichnet. Ob der Unterzeichner tatsächlich mit dem Verfasser identisch ist, steht laut Tagesschau noch nicht mit letzter Sicherheit fest. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios handelt es sich beim mutmaßlichen Täter um einen deutschen Staatsangehörigen des Jahrgangs 1977 mit Wohnsitz in Gevelsberg.

Die Polizei durchsuchte bereits den Wohnort des Mannes, traf ihn dort jedoch nicht an. Eine Fahndung nach ihm ist eingeleitet.

Source: Tagesschau

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