Migrationsbeauftragter Kurku legt Amt nieder – Morddrohungen nach Sechsfachmord in Stade

Nach dem Sechsfachmord in Stade tritt SPD-Migrationsbeauftragter Deniz Kurku zurück – wegen Morddrohungen. Zudem soll die Schwiegermutter den Fluchtwagen gefahren haben.

Kurku gibt Amt auf: Morddrohungen nach Bluttat von Stade

Niedersachsens Migrationsbeauftragter Deniz Kurku (SPD) hat sein Amt niedergelegt. Wie Google News LU DE berichtet, gehen dem Rücktritt massive Morddrohungen voraus – ausgelöst durch den Sechsfachmord in Stade.

Kurku stand seit der Bluttat unter erheblichem Druck. Die Drohungen richteten sich offenbar gegen seine Person in direktem Zusammenhang mit dem Verbrechen und der öffentlichen Debatte um Migration.

Ein weiteres Detail aus den Berichten mehrerer Medien: Die Schwiegermutter des mutmaßlichen Täters soll den Fluchtwagen gefahren haben. Dieser Umstand, gemeldet u.a. von NDR.de und WELT, verschärft das Bild einer möglichen familiären Verstrickung in die Tat und deren Nachgang.

HAZ, DIE ZEIT und SZ.de bestätigen übereinstimmend den Rücktritt Kurkus. Eine inhaltliche Stellungnahme Kurkus zu den Hintergründen seines Schritts wurde in den vorliegenden Berichten nicht zitiert.

Der Sechsfachmord von Stade hatte in Deutschland eine breite Debatte ausgelöst. Kurku war als Migrationsbeauftragter des Landes Niedersachsen eine prominente Stimme in dieser Diskussion – und geriet offenbar genau deshalb ins Visier von Drohungen.

Source: Google News LU DE

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