Sprengdrohnen-Anschlag am Flughafen Leipzig: Bundesregierung macht Russland verantwortlich
Die Bundesregierung sieht Russland als Drahtzieher des versuchten Sprengstoffanschlags am Flughafen Leipzig. Berlin reagiert mit der Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn.
Bundesregierung weist Russland die Verantwortung für Drohnenanschlag in Leipzig zu
Nach wochenlangen Ermittlungen macht die Bundesregierung Moskau für den versuchten Sprengdrohnen-Anschlag auf dem Flughafen Leipzig verantwortlich. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, verkündeten Außenminister Johann Wadephul (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Erkenntnisse gemeinsam am Dienstagabend.
Der verwendete Sprengstoff, Bauteile sowie die eingesetzte Technik seien aus anderen russischen Operationen bekannt, erklärten die Minister. Auch die beteiligten Täter deuteten auf einen Auftrag aus Moskau hin. Die Zuordnung sei „eindeutig" möglich gewesen, hieß es aus Regierungskreisen.
Als unmittelbare Konsequenz kündigte Wadephul harte Maßnahmen an: Das russische Generalkonsulat in Bonn wird geschlossen, der Vertrag mit dem Russischen Haus in Berlin gekündigt.
Dass Russland gegen den Westen einen „hybriden Krieg" führt, gilt Sicherheitsexperten bereits als gesichert. Viele Experten sehen in dem versuchten Anschlag auf den Flughafen Leipzig jedoch eine deutlich gefährlichere Eskalationsstufe.
Source: Süddeutsche Zeitung