Zahlungsbetrug in Deutschland: Jeder Vierte bereits Opfer, KI verschärft die Lage

Laut Adyen ist jeder vierte Deutsche schon Opfer von Zahlungsbetrug geworden. Fast jeder Fünfte meidet deswegen Online-Shopping.

Zahlungsbetrug in Deutschland: Jeder Vierte bereits Opfer, KI verschärft die Lage

Online-Betrug trifft jeden Vierten – Generation Z besonders gefährdet

Jeder vierte Verbraucher in Deutschland ist laut der Finanztechnologie-Plattform Adyen bereits Opfer von Zahlungsbetrug geworden. Der durchschnittliche Schaden lag bei 394 Euro. Wie chip.de berichtet, ist in der Generation Z sogar fast jede zweite Person betroffen.

22 Prozent der Befragten geben an, sich vor dem Einsatz künstlicher Intelligenz durch Kriminelle zu fürchten. Gefälschte E-Mails, SMS, Anrufe und Videos werden genutzt, um Zugangsdaten zu stehlen oder Zahlungen freizugeben. Gestohlene Kartendaten finden zudem über mobile Bezahldienste Verwendung.

Die Sorge schlägt sich direkt im Einkaufsverhalten nieder: Fast jeder Fünfte kauft aus Angst vor Betrug lieber im stationären Handel ein. Bei knapp einem Viertel der befragten Händler ist die Zahl der Betrugsversuche innerhalb eines Jahres gestiegen.

Kriminelle setzen KI auch für täuschend echte Beschwerden und gefälschte Rückerstattungsanträge ein. Automatisierte Anfragen zielen gezielt auf Schwachstellen in Rückgaberegeln ab, was es Unternehmen erschwert, berechtigte Ansprüche von Missbrauch zu unterscheiden.

Das Bundeskriminalamt (BKA) ordnet die Lage als weiterhin angespannt ein. Für 2025 registrierten die Behörden rund 335.000 Fälle von Cyberkriminalität im engeren Sinne – die tatsächliche Dunkelziffer dürfte laut BKA deutlich höher liegen, da viele Taten nicht angezeigt werden. KI-gestützte Werkzeuge ermöglichen es Tätern, Angriffe schneller, gezielter und professioneller vorzubereiten.

Auch die Verbraucherzentrale warnt vor KI-generierten Phishing-Mails, Deepfake-Anrufen und Fake-Shops. Sie empfiehlt, unbekannte Links und Anhänge nicht zu öffnen sowie Online-Käufe und Banking mit Zwei-Faktor-Authentifizierung abzusichern.

Verbraucher sollten bei unerwarteten Nachrichten keine Links, QR-Codes oder darin genannte Telefonnummern verwenden, sondern die offizielle App oder Website direkt aufrufen. Bei Anrufen, in denen angebliche Angehörige Hilfe in einer Notlage erbitten, rät die Verbraucherzentrale, die betreffende Person über eine bekannte Nummer zurückzurufen, bevor Geld überwiesen oder Daten preisgegeben werden.

Source: Google News AT — Crime (de)

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