Swiss-Ski-Vize Schmidhalter vor Gericht: Betrugsvorwurf über 300'000 Franken

Claude-Alain Schmidhalter, Vizepräsident von Swiss-Ski und OK-Chef der Ski-WM 2027, muss sich am 27. Oktober wegen Betrugs verantworten.

Swiss-Ski-Vize Schmidhalter vor Gericht: Betrugsvorwurf über 300'000 Franken

Schmidhalter und Komplize sollen Ex-Partner um Abfindung gebracht haben

Claude-Alain Schmidhalter, Vizepräsident von Swiss-Ski und Präsident des Organisationskomitees der alpinen Ski-WM 2027, steht wegen Betrugs und ungetreuer Geschäftsführung vor Gericht. Wie nau.ch berichtet, hat die Walliser Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben; der Prozess findet am 27. Oktober vor dem Bezirksgericht Brig-Glis statt.

Schmidhalter und ein Komplize sollen ihren ehemaligen Geschäftspartner um einen Teil seiner Abfindungssumme gebracht haben. Die beiden hatten gemeinsam ein Ingenieurunternehmen im Oberwallis geführt. Eine Vereinbarung sah vor, dass der verbleibende Inhaber dem ausscheidenden Partner bei dessen Pensionierung eine Abfindung auszahlt. Diese Zahlung sei zwar erfolgt, jedoch tiefer als vertraglich festgelegt, bestätigte die Walliser Justiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Um die vollständige Auszahlung zu vermeiden, sollen Schmidhalter und sein Mitbeschuldigter die Unternehmensgewinne künstlich geschmälert haben, indem sie diese auf eine andere Gesellschaft übertrugen. Dem pensionierten Geschäftspartner soll daraus laut Anklageschrift ein Schaden von über 300'000 Franken entstanden sein.

Die Walliser Staatsanwaltschaft fordert für Schmidhalter eine bedingte Freiheitsstrafe von 23 Monaten sowie eine Geldstrafe von 10'000 Franken. Zusätzlich soll er dem Geschädigten eine Wiedergutmachung von 55'000 Franken leisten.

Source: Google News CH — Crime (de)

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