Böller aus Grazer Fenster führte Polizei zu Drogenparty – Weststeirer vor Gericht

Jugendliche feierten am 28. Dezember in Graz-Straßgang und warfen einen Böller aus dem Fenster. Die gerufene Polizei entdeckte Drogen – ein Weststeirer musste sich vor dem Bezirksgericht Voitsberg verantworten.

Böller aus Grazer Fenster führte Polizei zu Drogenparty – Weststeirer vor Gericht

Böller-Lärm brachte Polizei auf die Spur einer Drogenparty in Graz

Am 28. Dezember feierten vier Jugendliche – drei Burschen und ein Mädchen – in einer Wohnung im Grazer Bezirk Straßgang. Wie die Kleine Zeitung berichtet, löste ein aus dem Fenster geworfener Böller den entscheidenden Polizeieinsatz aus: Ein Nachbar alarmierte die Beamten, die beim Betreten der Wohnung sofort Cannabisgeruch wahrnahmen.

„Wir haben gemeinsam Joints geraucht", sagte einer der Beteiligten, ein junger Mann aus der Weststeiermark, später vor dem Bezirksgericht Voitsberg. Nach dem Vorfall wurde er zum Amtsarzt vorgeladen, der ihm vier Einheiten psychosozialer Beratung als gesundheitsbezogene Maßnahme auferlegte.

Die Beratungstermine absolvierte der Angeklagte jedoch nicht – weshalb die zuständige Bezirkshauptmannschaft Strafanzeige erstattete. Vor Gericht schilderte er seine Lage: Er habe keinen Termin erhalten, da die Anmeldung online hätte erfolgen müssen, was ihm nach eigenen Angaben nicht möglich gewesen sei. Derzeit hat er kein Einkommen und erwartet demnächst ein Kind.

Die Richterin zeigte sich wenig nachsichtig: „Ein Kind in dieser Zeit in die Welt zu setzen, ist eine große Verantwortung. Selbst für jemanden, der sein Leben im Griff hat, was auf Sie nicht zutrifft", hielt sie dem Angeklagten vor.

Der junge Mann beteuerte, seit dem Vorfall keine Suchtmittel mehr konsumiert zu haben, und verwies auf seine Bemühungen, Arbeit zu finden. Die Richterin räumte ihm dennoch eine letzte Chance ein: Absolviert er die vier Beratungseinheiten in den kommenden Monaten und weist dies dem Gericht nach, wird das Verfahren endgültig eingestellt. „Wenn nicht, sehen wir uns wieder, und dann gibt es ein Urteil", betonte sie.

Source: Kleine Zeitung

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