Schutzzone Fritz-Imhoff-Park verlängert: 950 Betretungsverbote seit Einführung
Die Schutzzone rund um die Gumpendorfer Straße wird um weitere sechs Monate verlängert. Die Polizei spricht von spürbarer Entlastung, sieht aber weiter Handlungsbedarf.

Drogenhotspot Gumpendorfer Straße: Schutzzone bleibt weitere sechs Monate bestehen
Die Schutzzone im Fritz-Imhoff-Park rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße wird um ein weiteres halbes Jahr verlängert. Das berichtet die Kronen Zeitung. Die Maßnahme war vor mehr als sechs Monaten eingeführt worden, um den verfestigten Drogenhandel in dem Bereich zu verdrängen und Minderjährige im öffentlichen Raum zu schützen. Parallel dazu gilt rund um den Westbahnhof ein Alkoholkonsumverbot.
Die Polizei zieht eine erste positive Bilanz und spricht von einer „spürbaren Entlastung". Seit der Einführung wurden 950 Betretungsverbote ausgestellt sowie 474 Verwaltungsstrafanzeigen wegen Missachtung des Betretungsverbotes erstattet. Trotz der erzielten Verbesserungen sei „die Situation vor Ort noch nicht zufriedenstellend", so die Exekutive – weshalb die Verlängerung um weitere sechs Monate beschlossen wurde.
Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl betonte die Fortschritte, verwies jedoch gleichzeitig auf anhaltenden Handlungsbedarf: „Die ersten Ergebnisse zeigen, dass konsequente Polizeiarbeit und die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Wirkung entfalten. Die Schutzzone rund um den Fritz-Imhoff-Park hat zu einer deutlichen Entlastung beigetragen. Gleichzeitig sehen wir, dass insbesondere rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße weiterhin Handlungsbedarf besteht. Deshalb werden wir unsere Präsenz und die Schwerpunktaktionen konsequent fortsetzen."
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hob die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Stadtregierung hervor: „Wir schauen nicht weg, sondern handeln – und zwar gemeinsam. Die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polizei und Stadt ist dabei entscheidend."
Source: Kronen Zeitung