Schauspieler Keegan Allen in West Hollywood überfallen und geschlagen
Der „Pretty Little Liars"-Star wurde beim Supermarkteinkauf von zwei bewaffneten Männern überfallen. Sein blutiges Selfie-Video löst Debatte über Sicherheit und Überwachungstechnik aus.

Schauspieler Keegan Allen in West Hollywood überfallen und geschlagen
Der Schauspieler Keegan Allen ist Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls geworden, wie er am Donnerstag in einem Instagram-Video mitteilte. Zwei maskierte Männer bedrohten ihn demnach mit Messer und Pistole auf dem Parkplatz eines Supermarktes im Stadtteil West Hollywood von Los Angeles und stahlen seine Uhr. In der Aufnahme ist Allens Gesicht blutüberströmt zu sehen. Der 37-Jährige spielte von 2010 bis 2017 die Rolle des Toby Cavanaugh in der Mysteryserie »Pretty Little Liars«.
Nach Angaben des Fernsehsenders ABC teilte das Los Angeles County Sheriff's Department mit, dass ein Verdächtiger eine silberne Pistole auf das Opfer richtete, während der andere mit einem Messer die Uhr und das Armband forderte. Daraufhin wurde Allen mit der Pistole geschlagen. In seinem Instagram-Post fordert Allen die Polizei auf zu kommen.
Allen nutzt sein Video, um auf ein kontrovers diskutiertes Überwachungssystem hinzuweisen. Er schreibt: »Hoffen wir, dass diese Flock-Kameras, von denen @karenbassla, @gavinnewsom und andere glauben, dass sie die Kriminalität stoppen, diese äußerst gefährlichen Kriminellen aufspüren können.« Flock-Kameras sind automatisierte Kennzeichenerfassungssysteme, die zu Zehntausenden in den USA montiert sind und Fahrzeugnummern scannen.
Die Debatte um diese Technologie ist gespalten. Los Angeles' Bürgermeisterin Karen Bass kritisierte die Systeme im August scharf und erklärte, Flock habe »das Vertrauen der Einwohner von Los Angeles und der Menschen im ganzen Land verloren«. Sie begründete dies damit, dass das Unternehmen aufgezeichnete Daten mit der Trump-Administration teile, die diese zur Jagd auf illegale Einwanderer nutze.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hingegen unterstützt die Flock-Technik. Vor einem Jahr stoppte er per Veto ein Gesetz, das den Einsatz der Kameras im Bundesstaat stärker reguliert hätte. In vielen Teilen der USA regt sich Widerstand gegen die Systeme, mit Fällen von Sabotage bis hin zu Beschüssen mit Schrotflinten.
Nach Angaben von DER SPIEGEL (Justiz & Kriminalität) ist unklar, wie eine möglicherweise von einer Supermarkt-Überwachungskamera stammende Aufnahme in Allens Selfievideo montiert wurde.