200 kg Cannabis im Lkw sichergestellt – zwei Festnahmen in Traiskirchen
Ermittler stoppten in Traiskirchen einen Drogen-Lkw mit 200 kg Cannabis im Wert von über zwei Mio. Euro. Zwei Männer wurden festgenommen.

Drogen-Lkw aus Spanien in Traiskirchen gestoppt – Millionenfund und Einbruchsserie aufgeklärt
Ermittler haben in Traiskirchen (Bezirk Baden) rund 200 Kilogramm Cannabiskraut mit einem Straßenverkaufswert von mehr als zwei Millionen Euro sichergestellt. Wie heute.at berichtet, wurden dabei ein 58-jähriger bulgarischer Lkw-Fahrer sowie ein 30-jähriger Slowene mit Wohnsitz in Wien festgenommen.
Ausgangspunkt der Aktion war ein internationaler Hinweis, der am 12. Juli beim Bundeskriminalamt einging. Demnach sollte ein bulgarischer Sattelzug eine große Menge Drogen aus Spanien – über Frankreich und Italien oder Slowenien – nach Österreich transportieren. Am 13. Juli observierten Ermittler das Fahrzeug bei der Einreise am Grenzübergang Spielfeld und verfolgten es bis zum geplanten Abladeort in Traiskirchen.
Von den 200 Kilogramm Cannabis waren 100 Kilo für den 30-jährigen Slowenen bestimmt; die restlichen 100 Kilo sollten weiter nach Griechenland transportiert werden. Zusätzlich stellten die Beamten sechs Kilogramm vermeintliches Kokain sicher – eine anschließende Untersuchung ergab jedoch, dass es sich um wirkstofffreie Fake-Drogen handelte.
Beide Männer zeigten sich bei den Einvernahmen teilgeständig und wurden in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) lobte bei einer Pressekonferenz am Donnerstag die akribische Ermittlungsarbeit.
Einbruchsserie in vier Bundesländern aufgeklärt
Parallel dazu gelang dem Landeskriminalamt Niederösterreich ein weiterer Erfolg: 15 Einbruchsdiebstähle in Niederösterreich, Wien, der Steiermark und dem Burgenland konnten aufgeklärt werden.
Drei Chilenen im Alter von 25, 29 und 40 Jahren wurden bereits am 19. August in einer Wiener Wohnung festgenommen. Eine mutmaßliche Komplizin (43) aus Argentinien wurde am Sonntag in Rom aufgrund eines europäischen Haftbefehls gefasst; ihre Auslieferung nach Österreich soll in den kommenden Wochen erfolgen.
Die Täter hatten es laut Ermittlern vor allem auf Wohnhäuser abgesehen. Sie mieteten Fahrzeuge in Wien an, reisten offenbar eigens aus Italien ein und hielten sich jeweils nur zwei bis fünf Tage in Österreich auf – stets unter falschen Dokumenten und Identitäten.
Erbeutet wurden Goldschmuck, Münzen, Designerhandtaschen und teure Brillen; teilweise transportierten die Täter ganze Tresore ab, die sie anschließend in Waldstücken gewaltsam öffneten. Bei einem Einbruch wurde zudem eine Pistole samt Munition gestohlen, die später sichergestellt werden konnte. Der Wert der Beute beläuft sich auf rund 450.000 Euro, der Sachschaden auf mindestens 200.000 Euro. Die drei in Wien festgenommenen Männer wurden in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
Source: Google News AT — Crime (de)