Kabarettist „Gunkl" Paal vor Gericht: Missbrauch, Bildmaterial und Erpressung

Günther Paal, bekannt als „Gunkl", steht am 22. Oktober 2026 in Wien vor Gericht – wegen sexuellen Missbrauchs eines Kleinkindes und Besitz von missbrauchlichem Bildmaterial.

Kabarettist „Gunkl" Paal vor Gericht: Missbrauch, Bildmaterial und Erpressung

„Gunkl" Paal in Wien angeklagt: Missbrauch, Bildmaterial und 159.000 Euro Erpressung

Günther Paal, dem Wiener Publikum als Kabarettist „Gunkl" bekannt, steht am heutigen 22. Oktober 2026 vor dem Schöffensenat des Landesgerichts Wien. Wie 5min.at berichtet, sind neben Paal auch die Mutter und die Großmutter des betroffenen Kindes angeklagt – ihnen wird schwere Erpressung vorgeworfen.

Laut Anklage soll Paal im Januar 2025 in der Wohnung der Mutter ein dreijähriges Mädchen sexuell missbraucht haben. Zu der 42-jährigen Frau und ihrer Mutter soll er seit über zehn Jahren eine teils bezahlte, familiäre Beziehung gepflegt haben. Nach dem Vorfall forderten die beiden Frauen Bargeld: Sie drohten mit einem gewalttätigen Familienmitglied und mit der Enthüllung des Vorfalls. Bis Mai 2026 soll Paal ihnen an verschiedenen Treffpunkten insgesamt 159.000 Euro übergeben haben.

Zusätzlich zu den Missbrauchsvorwürfen steht Paal wegen des Besitzes von missbräuchlichem Bildmaterial vor Gericht. Bei einer Hausdurchsuchung sicherten die Behörden einen Computer mit 960 Fotos und 19 Videodateien. Die Dateien soll Paal vor Jahren aus dem Internet heruntergeladen haben; im Mai dieses Jahres erstattete er Selbstanzeige.

Der Prozess im Großen Schwurgerichtssaal ist auf dreieinhalb Stunden angesetzt. Während der Erörterung der Tat wird die Öffentlichkeit zum Schutz des Opfers ausgeschlossen. Alle drei Angeklagten wollen sich laut ihren Anwälten geständig zeigen. Da es zu keinem Beischlaf kam, drohen Paal im Fall einer Verurteilung sechs Monate bis fünf Jahre Haft; andernfalls wäre ein Strafrahmen von bis zu zehn Jahren möglich. Prozessauftakt ist um 10.00 Uhr, die Urteile gegen alle Angeklagten werden bereits für 13.30 Uhr erwartet.

Wegen des großen medialen Interesses und erwarteter Demonstrationen vor dem Gerichtsgebäude gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen. Der ORF berichtet, die Verhandlung werde in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden vorbereitet. Ziel sei ein faires und menschenrechtskonformes Verfahren für alle Beteiligten.

Source: Google News AT — Crime (de)

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