Falsche Polizisten bestehlen 84-Jährige im Pongau um 30.000 Euro
Betrüger gaben sich im Pongau telefonisch als Polizisten aus und erbeuteten Bargeld und Schmuck einer Seniorin. Die Polizei Salzburg warnt vor der Masche.

Betrugsmasche im Pongau: Seniorin verliert Ersparnisse und Schmuck
Unbekannte Täter haben am 22. Oktober im Pongau eine 84-jährige Frau um rund 30.000 Euro an Bargeld und Schmuck gebracht. Wie meinbezirk.at berichtet, nimmt die Polizei Salzburg den Vorfall zum Anlass, erneut vor der weitverbreiteten Betrugsmasche mit sogenannten falschen Polizisten zu warnen.
Wie der Betrug ablief
Die Täter kontaktierten die Pensionistin telefonisch und gaben sich als Polizeibeamte aus. Sie schilderten eine angebliche Einbruchsserie in ihrer Nachbarschaft und erklärten, die Polizei nehme Wertgegenstände vorsorglich in Verwahrung. Die Frau glaubte den Angaben, deponierte Bargeld sowie Schmuck vor ihrem Haus – und die Unbekannten holten die Wertsachen ab.
Gezielte Strategie gegen ältere Menschen
Die Masche folgt einem klaren Muster: Kriminelle rufen bevorzugt ältere Menschen an, schildern eine akute Gefahrensituation – etwa einen bevorstehenden Einbruch – und bauen gezielt Druck auf. Als Vorwand dient häufig der Hinweis, die Übergabe der Wertgegenstände müsse rasch erfolgen. In manchen Fällen wird die angezeigte Telefonnummer technisch manipuliert, damit der Anruf glaubwürdiger wirkt. Die Abholung übernehmen entweder die Anrufer selbst oder Mittäter.
Die Polizei weist darauf hin, dass Betrüger gezielt das Vertrauen in staatliche Institutionen ausnutzen und die Angst der Opfer schüren, selbst Ziel eines Verbrechens zu werden.
Warnzeichen und Schutzmaßnahmen
Die Polizei Salzburg rät, bei unbekannten Anrufern grundsätzlich keine Angaben über Vermögenswerte zu machen. Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände sollten niemals an Unbekannte übergeben werden – weder persönlich noch durch Deponieren vor der Wohnung.
Wer Zweifel an der Echtheit eines Anrufs hat, kann sich unter der polizeilichen Servicenummer +43 59 133 zum angeblichen Polizisten durchverbinden lassen. Außerdem empfiehlt die Behörde:
- Rücksprache mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen halten
- Sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen
- Das Gespräch im Zweifelsfall beenden
- Unbekannte nicht in die Wohnung lassen
- Den Dienstausweis eines angeblichen Polizisten einfordern
Sofortmaßnahmen nach einem Betrug
Wer bereits Wertgegenstände übergeben hat, sollte umgehend den Polizeinotruf 133 verständigen und eine möglichst genaue Täterbeschreibung angeben. Je rascher die Meldung erfolgt, desto größer ist die Chance, die Täter zu identifizieren. Zusätzlich empfiehlt die Polizei, formell Anzeige zu erstatten.
Die Polizei Salzburg appelliert an ältere Menschen und deren Angehörige, über diese Betrugsmasche zu sprechen. Aufklärung im persönlichen Umfeld sei neben Wachsamkeit der wirksamste Schutz vor den Tätern, so die Behörde.
Source: Google News AT — Crime (de)