Halloween-Krawalle in Frankfurt: 55 Verdächtige ermittelt

Nach schweren Ausschreitungen in der Halloween-Nacht in Frankfurt hat die Polizei die Staatsangehörigkeiten von 55 Tatverdächtigen analysiert. Etwa drei Viertel besitzen einen ausländischen Pass.

Halloween-Krawalle in Frankfurt: 55 Verdächtige ermittelt

Halloween-Unruhen in Frankfurt: Polizei veröffentlicht Herkunftsstatistik

Laut BILD hat die Frankfurter Polizei erstmals detaillierte Angaben zur Staatsangehörigkeit der Tatverdächtigen nach den Halloween-Ausschreitungen gemacht. Von 55 bislang ermittelten Verdächtigen besitzen etwa drei Viertel einen ausländischen Pass, teilweise zusätzlich zur deutschen Staatsangehörigkeit.

Rund die Hälfte aller Verdächtigen hat einen deutschen Pass. Unter diesen besitzt jedoch etwa jeder Zweite noch eine weitere Staatsangehörigkeit. Hessens Innenminister Roman Poseck hatte vorab von 80 bis 90 Prozent Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund gesprochen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt charakterisierte die Beteiligten als „Chaoten aus dem migrantischen Milieu".

Bei den Krawallen wurden den Polizeiangaben zufolge 180 Einsatzkräfte verletzt. 54 Männer wurden festgenommen. Ein 18-jähriger Syrer sitzt in Untersuchungshaft, da ihm vorgeworfen wird, bei Plünderungen eine Waffe aus einem Waffengeschäft gestohlen zu haben.

In einem zweiten Bereich kam es ebenfalls zu Unruhen in der Halloween-Nacht. Die Polizei leitete dort insgesamt 87 Ermittlungsverfahren ein und ermittelte 125 Tatverdächtige. Beamte dokumentierten unter anderem Pyrotechnik-Würfe auf Polizisten und einen Molotowcocktail in Richtung eines Polizeifahrzeugs. 125 Menschen wurden festgenommen: 91 Deutsche und 34 Ausländer. Unter den Ausländern waren Syrer (zehn) und Türken (fünf) am häufigsten vertreten.

Jochen Kopelke, Chef der Polizeigewerkschaft GdP, spricht von „Krawallmigranten". Im FAZ-Interview beschreibt er das Vorgefallene als „Ergebnis einer gescheiterten Integrations- und auch Jugendpolitik". Kopelke fordert eine Überprüfung, ob Verdächtige mit Duldung, die bereits strafrechtlich aufgefallen sind, abgeschoben werden sollten. Er kritisiert zudem die politische Debatte über Begrifflichkeiten, statt sich auf Durchsetzung zu konzentrieren: „Diese Diskussion ist lächerlich. Die Begriffsdiskussion lenkt ab von der Vollzugsdiskussion."

Source: BILD

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