Mordprozess in Innsbruck: DNA-Spuren im Fall der 2005 getöteten Studentin im Fokus

Ein 42-Jähriger steht in Tirol vor Gericht, weil er 2005 eine 19-jährige Studentin in Innsbruck erstochen haben soll. Die Fortsetzung des Prozesses dreht sich um die Beweiskraft von DNA-Spuren.

Mordprozess in Innsbruck: DNA-Spuren im Fall der 2005 getöteten Studentin im Fokus

Mordprozess um getötete Studentin in Innsbruck wird fortgesetzt

Wie vol.at berichtet, wird der Prozess gegen einen 42-jährigen Mann fortgesetzt, dem vorgeworfen wird, am 23. Juni 2005 eine 19-jährige Studentin aus Niederösterreich im Innsbrucker Rapoldipark getötet zu haben. Der Angeklagte, ein ehemaliger Studienkollege der Frau, der seit Langem in Australien lebt, soll ihr zwei wuchtige Messerstiche in Brust und Rücken versetzt haben. Ein Pensionist fand die blutüberströmte Leiche der jungen Frau vor einer Telefonzelle – beide hatten zuvor eine Studenten-Party besucht.

Am Freitag wird zunächst über die Zulassung oder Abweisung von Beweisanträgen des Verteidigers entschieden. Bei Abweisung der Anträge stünden Schlussplädoyers, die Beratung der Geschworenen und das Urteil auf dem Programm. Der Angeklagte hatte am Montag erklärt, er habe „mit der Sache absolut nichts zu tun".

Im Zentrum der Verhandlung steht die Beweiskraft von DNA-Spuren. Staatsanwältin Adelheid Steiner erklärte, DNA-Spuren des Angeklagten seien „mit hoher Wahrscheinlichkeit" am Tatort gesetzt worden. Verteidiger Mathias Kapferer hielt dagegen, angesichts der gemeinsamen Feier zuvor gebe es viele Möglichkeiten, wie diese Spuren an eine abgelegte Zigarette, das Fahrrad der Frau oder ihre Kleidung gelangt sein könnten. Die Sachverständige räumte ein, dass diverse DNA-Spuren des Angeklagten an und bei der Getöteten gefunden worden seien, sie jedoch nicht sagen könne, „dass irgendeine Spur am Tatort entstanden sein muss". Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten bis zu lebenslange Haft.

Source: Kleine Zeitung

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