Mordprozess in Wien-Penzing: 36-Jähriger soll Freund erwürgt haben

Am Landesgericht Wien wird ein 36-Jähriger wegen Mordes angeklagt. Er soll einen Freund erwürgt und wochenlang unter seinem Bett versteckt haben.

Mordprozess in Wien-Penzing: 36-Jähriger soll Freund erwürgt haben

Mordanklage nach verwester Leiche unter dem Bett in Wien-Penzing

Am Freitag verhandelt das Landesgericht Wien gegen einen 36-Jährigen, der im Frühjahr in Wien-Penzing einen befreundeten Mann erwürgt und dessen Leiche wochenlang in seiner Wohnung aufbewahrt haben soll. Das berichtet sn.at.

Die stark verweste Leiche wurde erst in der Nacht auf den 3. April entdeckt, nachdem Nachbarn aufgrund des Geruchs die Polizei alarmiert hatten. Laut einem Gerichtsmediziner war eine Halskompression infolge längeren Würgens die Todesursache.

Bei der Obduktion wurden zudem Schnittverletzungen in der Hals- und Nackenregion festgestellt. Laut der rechtskräftigen Anklageschrift sind diese Verletzungen nicht zwingend zu Lebzeiten entstanden, weshalb „letztlich auch der Versuch einer postmortalen Abtrennung im Sinn einer versuchten Leichenzerstückelung nicht ausgeschlossen werden kann". Die Leiche war in Kunststofffolie eingewickelt und unter dem Bett des Angeklagten abgelegt worden.

Nach Angaben des Beschuldigten hatten sich die befreundeten Männer zum Konsum von Drogen-Ersatz-Präparaten und Alkohol in seiner Wohnung getroffen. Dabei soll es zu einem Streit gekommen sein, in dessen Verlauf es zur Tat kam.

Der Angeklagte wird von Verteidigerin Anita Schattner vertreten und will sich zum Tötungsvorsatz nicht schuldig bekennen.

Source: Kleine Zeitung

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