Halloween-Süßigkeiten mit Metallteilen: Polizei klärt vier von 21 Fällen auf
In Österreich haben Kinder teils selbst Süßigkeiten manipuliert, um Eltern zu erschrecken. Das Bundeskriminalamt meldet 21 Verdachtsfälle, vier davon bereits aufgeklärt.

SOKO „Treat": Vier Fälle von manipulierten Halloween-Süßigkeiten aufgeklärt
Vier der 21 österreichweit gemeldeten Verdachtsfälle rund um mit Metallgegenständen versehene Halloween-Süßigkeiten sind inzwischen aufgeklärt – und in allen vier Fällen haben Kinder die Süßigkeiten selbst präpariert. Das gab das Bundeskriminalamt (BK) am Donnerstag bekannt, wie salzburg24.at berichtet.
Die geklärten Vorfälle verteilen sich auf zwei Fälle in der Steiermark sowie jeweils einen in Oberösterreich und Wien. In drei dieser Fälle wollten die Kinder eigenen Angaben zufolge ihre Eltern erschrecken. Ein vierter Fall geht auf eine TikTok-Challenge zurück: Das erklärte Ziel war es, die Polizei gezielt in die Irre zu führen.
Wien-Donaustadt: 14-Jährige angezeigt
Zu einer Anzeige kam es bereits in Wien-Donaustadt. Eine 14-Jährige gestand, die Naschereien selbst manipuliert zu haben, wie eine Polizeisprecherin der APA bestätigte. Gegen die Jugendliche liegt nun eine Anzeige wegen des Verdachts der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung vor. In einem zweiten Vorfall in Wien-Donaustadt gibt es hingegen derzeit keine Hinweise auf eine eigene Manipulation durch Kinder – die Ermittlungen laufen weiter.
17 Fälle noch ungeklärt
Die eigens eingerichtete Sonderkommission „SOKO Treat" des BK erfasste bislang 21 Verdachtsfälle aus mehreren Bundesländern. Bei einem in Wien angezeigten Vorfall stellte sich heraus, dass die betreffenden Süßigkeiten in Niederösterreich gesammelt worden waren; die niederösterreichischen Behörden übernahmen daraufhin die weiteren Ermittlungen.
Zu den verbleibenden 17 ungeklärten Fällen machte das BK auf APA-Anfrage am Donnerstagnachmittag keine näheren Angaben. Die Ermittlungsgruppe „Treat" prüft die einzelnen Vorfälle umfassend, untersucht mögliche Zusammenhänge und verfolgt sämtliche Hinweise.
Rolle des Internets im Fokus
Das Bundeskriminalamt hatte von Anfang an vermutet, dass das Internet bei der Verbreitung und Nachahmung solcher Taten eine wesentliche Rolle spielen könnte. Die aufgeklärten Fälle bestätigten diese Einschätzung. Ob weitere Verdachtsfälle auf Online-Trends, Warnmeldungen oder andere Motive zurückgehen, ist Gegenstand laufender Prüfungen.
Das BK betonte ausdrücklich, dass die bisherigen Ergebnisse keine pauschalen Rückschlüsse auf die übrigen Fälle erlauben. Tatsächliche Manipulationen müssten strikt von Nachahmungstaten getrennt werden. Gleichzeitig warnte das BK davor, Online-Challenges nachzuahmen oder solche Handlungen als harmlosen Scherz abzutun: Manipulationen an Lebensmitteln können strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Source: Google News AT — Crime (de)