René Benko verurteilt: zwei Jahre Haft wegen Millionenbetrugs in Innsbruck

Das Landgericht Innsbruck hat Immobilieninvestor René Benko wegen schweren Betrugs zu zwei weiteren Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

René Benko verurteilt: zwei Jahre Haft wegen Millionenbetrugs in Innsbruck

Zweites Urteil gegen Benko: Betrug an Investor Haselsteiner

Das Landgericht Innsbruck hat den österreichischen Immobilienunternehmer René Benko in einem neuen Verfahren wegen schweren Betrugs zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt. Wie tagesschau.de berichtet, sah das Gericht es als erwiesen an, dass der Gründer der Signa-Gruppe einen Investor um fünf Millionen Euro geschädigt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) warf Benko vor, die Privatstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner betrogen zu haben. Er habe dem Investor eine „wahrheitswidrige Garantie" gegeben und ihn dadurch zur Zahlung von fünf Millionen Euro verleitet. Das Geld habe er Anfang November 2023 dringend für die Sporthandelstochter Sportscheck benötigt.

Die Oberstaatsanwältin argumentierte, die Garantieerklärung habe rein zur Täuschung gedient und Benko habe nie ernsthaft die Absicht gehabt, Haselsteiner das Geld zurückzuzahlen. Der 49-jährige Angeklagte wies die Vorwürfe zurück. Haselsteiner betonte als Zeuge hingegen die Bedeutung der Garantie: Er sei um das Geld gebeten worden und hätte es ohne die Zusage Benkos nicht zur Verfügung gestellt. Das Gericht folgte letztlich der Darstellung der Anklage.

In einem zweiten Anklagepunkt wurde Benko freigesprochen. Dabei ging es um den Vorwurf, er habe ein Luxus-Jagdgewehr im Wert von 80.000 Euro vor Gläubigern verborgen.

Frühere Verurteilung und laufende Untersuchungshaft

Die neue Verurteilung erweitert eine bereits bestehende Haftstrafe von zweieinhalb Jahren, die in einem vorangegangenen Verfahren wegen Gläubigerschädigung verhängt worden war. Das Landgericht Innsbruck hatte im September geurteilt, Benko habe einen Mietkostenvorschuss von 360.000 Euro für ein Anwesen in Innsbruck geleistet, obwohl das Signa-Firmenimperium zu diesem Zeitpunkt bereits in einer kritischen Lage war. Auch dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Benko befindet sich derzeit weiterhin in Untersuchungshaft, darf diese jedoch seit Mitte Oktober mit einer Fußfessel in einer Privatwohnung verbringen. Durch die Anrechnung der bisherigen Untersuchungshaft hat er einen Großteil der im September verhängten Strafe rechnerisch bereits verbüßt.

Gegen den früheren Milliardär laufen zudem weitere Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Signa-Gruppe — sowohl in Österreich als auch in anderen Ländern, darunter Deutschland.

Source: Google News LU DE

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