K.O.-Tropfen in Salzburg: Polizei warnt vor Adventzeit-Risiken

Nach zwei bestätigten Fällen im Pongau warnt die Salzburger Polizei vor K.O.-Tropfen bei Veranstaltungen. Täter sind noch flüchtig.

K.O.-Tropfen in Salzburg: Polizei warnt vor Adventzeit-Risiken

Salzburger Polizei warnt nach K.O.-Tropfen-Vorfällen im Pongau

Zwei junge Frauen wurden im September beim Festival eines Pongauer Austropop-Sängers im Bezirk St. Johann mutmaßlich Opfer von K.O.-Tropfen. Wie salzburg.orf.at berichtet, bestätigt die Salzburger Polizei die beiden Vorfälle – und warnt mit Blick auf die bevorstehende Adventzeit vor erhöhter Gefahr in Lokalen und bei Veranstaltungen.

„Die Gefahr besteht theoretisch überall, wo viele Menschen offene Getränke konsumieren, also in Lokalen, bei Veranstaltungen und dergleichen", sagte Hans Wolfgruber von der Landespolizeidirektion Salzburg. Die Fälle im Pongau seien keine Einzelfälle – auch im übrigen Bundesland kämen derartige Vorfälle immer wieder vor. Der oder die Täter sind derzeit noch flüchtig; die Ermittlungen laufen.

Die Polizei appelliert an Veranstaltungsbesucher, aufeinander zu achten und bei Verdacht rasch zu handeln. Wolfgruber nannte typische Warnsymptome: plötzlich auftretender Schwindel, Übelkeit oder andere körperliche und geistige Beeinträchtigungen. „Dann sollte man den Notruf wählen und die Einsatzkräfte verständigen", so Wolfgruber. Eine sofortige Anzeige sei zudem entscheidend, um Ermittlungen und Beweisführung zu ermöglichen.

Besonders wichtig ist dabei der Faktor Zeit: Die verabreichten Substanzen werden im Körper relativ rasch abgebaut und sind deshalb oft nur kurz nachweisbar. Je früher eine Meldung erfolgt, desto größer die Chance auf Beweissicherung.

Rechtlich gilt: Die heimliche Verabreichung von K.O.-Mitteln erfüllt den Tatbestand der Körperverletzung. Kommen sexuelle Übergriffe oder Eigentumsdelikte an wehrlosen Personen hinzu, können weitere Straftatbestände hinzutreten.

Source: Google News AT — Crime (de)

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